Dating für Singles


23. Juni 2010

Betrugsopfer bei der Partnersuche

Kategorie: Partnersuche, Singles – Mareike – 19:12

Auf Dating-Seiten im Internet hoffen viele Menschen darauf, den Partner fürs Leben zu finden. Doch dort lauern auch Betrüger, so genannte Scammer. Sie täuschen ihren Opfer über Wochen und Monate die große Liebe vor, dabei wollen sie nur Geld. Die verliebten Opfer zahlen - denn sie sind von dem Betrüger emotional abhängig. Die Polizei informiert unter der Rubrik “Betrug” ausführlich über diese perfide Form des Vorauszahlungsbetrugs.

Pressemitteilung der Polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) Stuttgart - Es beginnt mit einem Flirt im Internet. Der oder die Unbekannte ist aufmerksam, hat eine interessante Lebensgeschichte und scheinbar nur einen Wunsch: Das Finden der wahren großen Liebe. Oft vergehen Monate bis sie dann ihr wahres Gesicht zeigen: Ein persönliches Treffen wird von einer Geldüberweisung für die Visumserteilung oder dem Kauf eines Flugtickets abhängig gemacht. Und in vielen Fällen bekommen die Betrüger den geforderten Betrag, denn die verliebten Opfer machen alles für die vermeintlich große Liebe. Um über diese neue Betrugsform des “Scamming” (scam, engl. Bezeichnung für Betrug) aufzuklären, hat die Polizei auf der Internetseite www.polizei-beratung.de ein spezielles Informationsangebot bereitgestellt, das auch andere Formen des Vorauszah-lungsbetruges (bspw. sog. “Nigeria-Briefe”) umfasst.

“Grundsätzlich sollte man Personen, die man nicht persönlich kennen gelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen”, sagt Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg. “Im Internet gibt es viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Misstrauen ist im Internet aber immer angebracht. Besonders perfide ist das so genannte Romance- oder Love-Scamming, bei dem das Vertrauen der Opfer schamlos ausgenutzt wird. Neben finanziellen Verlusten erleiden die Opfer aber einen noch viel größeren Schaden, der ihr Leben und vor allem ihr Verhältnis zu anderen Menschen nachhaltig verändert: den Vertrauensverlust in ihre Mitmenschen.” Die Betrüger, auch Scammer genannt, schaffen es schnell, sich im Alltag ihrer verliebten Opfer unverzichtbar zu machen - sie überhäufen sie mit Mails und Telefonanrufen. So spielen sie den Betroffenen über viele Wochen und Monate vor, mit ihnen eine ernsthafte Beziehung eingehen zu wollen. Ein persönliches Treffen zwischen den “Partnern” gibt es nie. Das Vorgehen ist immer gleich. Auf einer Geschäftsreise nach Westafrika geben die Scammer vor, in Geldnöte zu geraten. Nur das Opfer kann dann noch helfen, indem es per Bargeldtransfer Geld überweist. Dabei scheuen sich die Scammer nicht, erpresserische Methoden anzuwenden - in vielen Fällen wird sogar mit Selbstmord gedroht. Oft bitten die Betrüger ihre Opfer auch, Schecks in Deutschland einzulösen. Dass diese gefälscht sind, ahnen die Betroffenen nicht. Die Folge kann eine Strafanzeige der Bank wegen Betrugs sein.

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